Speakerinnen* Blog

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  03.03.2017 - 12:27     Aktionen

Zum Frauentag: Speakerinnen.org jetzt mit öffentlicher Förderung

In den kommenden sechs Monaten widmen sich die Entwicklerinnen verstärkt dem Aufbau und der Programmierung der notwendigen Infrastruktur für die Verbesserung des internationalen Auftritts von Speakerinnen.org. So soll neben der bereits existierenden englischen Sprachversion die einfache Registrierung und Suche in weiteren Sprachen möglich sein.

„Wir haben Speakerinnen.org am Frauentag vor genau drei Jahren gegründet mit dem Ziel, Frauen* in ihrem professionellen Umfeld sichtbarer zu machen – als Expertinnen auf Panels, Sprecherinnen auf Bühnen, als Moderatorinnen und in vielen weiteren Rollen“, sagt Maren Heltsche, Mit-Gründerin der Expertinnen-Plattform. „Wir freuen uns daher besonders, dass wir nun über den Prototype Fund erstmals finanzielle Mittel haben, um in den kommenden sechs Monaten für noch mehr Frauen-Power arbeiten können.“

Bislang arbeiteten die Gründerinnen sowie weitere Unterstützerinnen ehrenamtlich an der Entwicklung, Kommunikation und Verbreitung des Projektes. Die ehrenamtliche Arbeit wird weiterhin eine zentrale Rolle vor allem für die Außendarstellung und Verknüpfung von Speakerinnen.org mit weiteren Initiativen haben.

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Speakerinnen.org im Prototype Fund
Speakerinnen.org wird als eines von 17 Projekten von März bis August 2017 im Rahmen des Prototype Fund gefördert. Dieser ist ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Darüber erhalten Einzelpersonen und kleine Teams eine Förderung bei der Erprobung von Ideen und der Entwicklung von Open-Source-Tools und Anwendungen in den Bereichen Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit.

Bei Speakerinnen.org kann sich jede Expertin registrieren und von Veranstalterinnen und Veranstaltern noch einfacher gefunden werden – sie haben keine Entschuldigung mehr für Panels ohne Frauen! Zum heutigen Frauentag sind fast 1.500 Expertinnen* aus allen Fachrichtungen auf Speakerinnen.org sichtbar.


  09.12.2016 - 09:34     Aktionen

„Wir können gesellschaftliche Veränderungen nur gemeinsam in Gang bringen"

Speakerinnen.org im Gespräch mit Robert Franken

Eine europäische Plattform für Perspektiven zu Feminismus, Vielfalt und Gleichstellung der Geschlechter schaffen. Und das öffentliche Bekenntnis, nicht mehr an reinen Männerpodien (all-male panels) teilzunehmen. Mit der Plattform male-feminists-europe.eu und der Aktion #men4equality setzen sich seit Anfang des Jahres Männer sehr offensiv und direkt für mehr Diversity ein. Wir haben mit Robert Franken, einem der beiden Initiatoren gesprochen.

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Robert, was ist das Anliegen von Male Feminists Europe bzw. Eurer Aktion #men4equality?

Die Plattform male-feminists-europe.eu geht auf eine Idee von Henrik Marstal und mir zurück. Henrik ist ein bekannter dänischer Musiker, Politiker, Blogger und Feminist. Wir hatten uns bei einer Konferenz in Hamburg kennengelernt und in Kopenhagen zusammengesetzt. Wir suchten nach einer englischsprachigen digitalen Heimat für bestimmte Blogposts zum Feminismus. Da wir diese nicht gefunden haben, lag es nahe, selbst eine Website aufzusetzen. Ziel ist es, Männern einen intellektuellen Zugang zur feministischen Agenda zu geben. Wir wollen zeigen, dass all das, was im Kontext Feminismus diskutiert wird, eine hohe Relevanz für alle Männer hat. Dabei sind wir selbst Lernende und frei von Dogmatismen.

Die Aktion #men4equality ist hingegen eine zunächst in Deutschland gestartete Initiative, bei der sich etwa 30 Erstunterzeichner verpflichten, nicht mehr auf Veranstaltungen aufzutreten, die reine Männer-Podien oder nur männliche Speaker-Lineups haben. Die Idee stammt von Dirk von Gehlen und von mir.

Warum braucht es aus Eurer Sicht eine solche Initiative, um Frauen dabei zu unterstützen, auf Bühnen und Panels sichtbarer zu machen?

In erster Linie geht es uns noch nicht einmal darum, mehr Frauen auf die Bühne zu bringen. Das ist natürlich sehr in unserem Sinne, aber unsere Argumentation lautet etwas anders: Wir wollen nicht teilnehmen, weil eine Veranstaltung, die auf 50 Prozent des Potenzials verzichtet, qualitativ uninteressant für uns ist. Wir sind also nicht diejenigen, die Frauen „fördern“ (das können die schon selbst), sondern wollen eine qualitative Perspektive in den Diskurs einbringen.

Was ist Deine persönliche Motivation, Dich für den Feminismus einzusetzen?

Ich bin überzeugt davon, dass wir gesellschaftliche Veränderungen nur gemeinsam in Gang bringen können. Ich habe mich aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Rollen mit Fragen des Feminismus beschäftigt: als Mann natürlich, aber auch als Arbeitnehmer, als Kollege, als Vorgesetzter, als Geschäftsführer, als Berater, als Partner, als Coach, als Mentor, als Freund, als Vater und vermutlich noch in anderen Kontexten. Gerade durch den Wechsel der Perspektive(n) und durch einen empathischen Zugang zu verschiedenen Bedürfnissen erscheint der Feminismus als eine sinnvolle Orientierungsmöglichkeit.

Wie verändert sich das Thema Feminismus, wenn Männer dafür kämpfen?

Vielleicht wird er selbstverständlicher. Viele der zum Teil heftigen Attacken gegen Feminist_innen und den Feminismus entspringen einer gewissen Angst. Manche Menschen fühlen sich in ihrer unmittelbaren Persönlichkeit bedroht, wenn traditionelle Rollenzuschreibungen und Verhaltensweisen transparent werden und auf Kritik stoßen. Mein Ziel wäre es, dass sich mehr Männer mit der feministischen Agenda jenseits aller Theoriediskussionen auseinandersetzen und ihr eigenes Verhalten und ihre Weltsicht reflektieren. Dann werden sie feststellen, dass sich auch und gerade für sie eine Chance zur Repertoire-Erweiterung bietet. Nicht zuletzt wäre eine breite gesellschaftliche Rückendeckung für die Aktivist_innen wünschenswert.

Nochmal zum Thema "Mehr Frauen auf die Podien": Was erlebt Ihr für Reaktionen auf Eure Initiative – jetzt einige Monate nach dem Start?

Wir erleben vor allem nach wie vor die immer gleichen Reflexe beim Hinweis auf unausgeglichene Speaker-Lineups oder auf reine Männer-Podien: Es gebe nicht genügend Expertinnen, man habe angefragt, aber es wolle keine Expertin sprechen, das Podium spiegele lediglich die Realität in bestimmten Industrien etc. etc. Wir merken aber auch, dass die Sensibilität gegenüber diesem Thema steigt. Immer mehr taggen uns (wie speakerinnen.org oder die Women Speaker Foundation) in ihren Hinweisen auf entsprechende Events.

Habt Ihr schon einmal eine Veranstaltungsteilnahme abgesagt und wenn ja, wie reagieren Event-Organisatoren darauf?

Viele der Erstunterzeichner haben das bereits getan, ja. Zunächst mag die Reaktion von Unverständnis geprägt sein, aber je häufiger das passiert, desto größer ist die Chance, dass dadurch auch ein Umdenken auf der Seite der Organisator_innen eingeleitet wird. Ich habe zuletzt einen bereits geschriebenen Beitrag zu einem Schwerpunktthema zurückgezogen: Er wird erst dann veröffentlicht werden, wenn sich mindestens auch eine Frau zum Thema geäußert hat. Zudem weise ich bei Anfragen immer darauf hin, wie wichtig eine Balance bei den Beitragenden ist. Damit geht auch einher, dass ich mitunter anbiete meinen Speaker-Platz für eine Frau zu räumen. Man darf aber nicht vergessen, dass es die Organisator_innen manchmal wirklich schwer haben für Ausgeglichenheit zu sorgen. Aber es ist eben nicht unmöglich.

Und: Was bedeutet es für Euch persönlich dann ggf. auch einmal nicht bei einer Veranstaltung sprechen zu können?

Das ist natürlich nie schön und häufig mit finanziellen Einbußen verbunden. Aber ohne Einschränkungen wäre es ein unglaubwürdiger Kampf um Balance. Daher brauchen wir noch breitere Unterstützung und mehr Sensibilität für das Thema.

Was ist der Mehrwert für alle, wenn das Genderverhältnis auf der Bühne ausgeglichen ist?

Ganz einfach: Es gibt mehr Perspektiven auf das Thema, vielfältigere Erfahrungsräume, unterschiedliche Kommunikationsarten und vieles mehr. Kurz: Es geht um Vielfalt. Dass es sich darüber hinaus auch schlicht gehört, dass nicht nur eine Gruppe vertreten ist, soll nicht unerwähnt bleiben. Und da sind wir bei einem ganz anderen Thema: 50 Prozent Frauen als Ziel auf einer Bühne ersetzt nicht die Frage nach Diversity insgesamt. Denn Gender ist nur ein kleiner Schritt, Vielfalt manifestiert sich in ganz anderen Parametern. Hier haben wir noch viel Aufholbedarf.


Robert Franken berät Unternehmen und Menschen zu Digital Transformation, Diversity und organisationalem Wandel. Der Experte für Digital Business und New Work war unter anderem Geschäftsführer von urbia.de und chefkoch.de. Robert Franken publiziert regelmäßig zu Themen wie Digital Leadership, Gender Empathy oder Arbeit 4.0. Er ist ein Keynote Speaker und Moderator. Sein Blog heißt „Digitale Tanzformation", sein Twitter-Handle lautet „herrfranken". Er ist Beirat von PANDA, der Competition für weibliche Führungskräfte, sowie beim Berliner Food-Startup Kitchen Stories. Zuletzt hat er die Plattform „Male Feminist Europe" gegründet".


  22.09.2016 - 20:10     Aktionen

Keine Chance für all-male-Panels

David Hasselhoff steht seit einiger Zeit nicht mehr nur für Baywatch und Knight Rider sondern auch für Podien, auf die der Veranstalter ausschließlich oder zu viele Männer eingeladen laden hat. So wie jüngst die ZEIT, die zum Thema „Nach Paris: Vom Klimavertrag zum Klimaschutz“ 18 Männer zu Grußworten, Keynotes und Plenumsdiskussionen im Programm hat. Den zwei Frauen im Programm bleibt die Moderation der Veranstaltung, die am 29. September 2016 in Berlin stattfindet.

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Ärgern tun sich darüber Menschen, die solche Veranstaltungen unter anderem in der 50-Prozent-Datenbank von Speakerinnen.org dokumentieren. So auch Marie-Luise Abshagen, die in einem LeserInnen-Brief und mittlerweile mit einer eigenen Online-Petition gegen dieses Vorgehen protestiert und die Zeit auffordert, ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in ihren Veranstaltungen umzusetzen.

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Speakerinnen.org hat mit Marie-Luise Abshagen über ihre Beweggründe und die Petition gesprochen:

Marie-Luise, wie bist Du auf die Veranstaltung der ZEIT aufmerksam geworden?

Die ZEIT hat für die Veranstaltung in ihrer Ausgabe Nr. 38 geworben, mit einer großen Anzeige. Da ich mich immer über reine Männerpanels ärgere, ist mir das sofort aufgefallen. Ich habe davon dann direkt ein Foto gemacht und es mit Freundinnen geteilt, die es ebenfalls unmöglich finden. Vor allem weil das Thema der Konferenz Klima und Energie ist – als ob Frauen dazu nicht sprechen könnten. Der Ärger darüber ist dann langsam in mir gewachsen und irgendwann dachte ich mir, nein, ich will mich darüber nicht mehr nur im Stillen ärgern.

Es gibt jede Menge so genannter all-male-Panels, auf denen fast ausschließlich Männer diskutieren - wir dokumentieren eine Vielzahl von ihnen in unserer 50-Prozent-Datenbank. Was ärgert Dich besonders an dieser Podiumszusammensetzung?

Im Falle der ZEIT-Konferenz ärgert es mich, dass die Veranstaltung von einem Tochterunternehmen der ZEIT organisiert wurde. Eine Zeitung hat die Pflicht, gesellschaftliche Debatten wiederzugeben und kann gleichzeitig Meinungen beeinflussen. So eine Veranstaltung, die dann auch noch in der ZEIT beworben wird, suggeriert, dass es ok und normal ist, Frauen keinen Raum in Debatten zu geben. Es fehlt bei den Veranstalter_innen offensichtlich komplett am Verständnis, dass eine diverse Panelbesetzung einfach eine Selbstverständlichkeit sein sollte und zur Qualität von Veranstaltungen nur beitragen kann.

Besonders dreist finde ich eine reine Männerbesetzung beim Thema Klima und Energie. Frauen sind bekanntermaßen überproportional stark vom Klimawandel betroffen und sind gleichzeitig ein wichtiger Faktor in dessen Bekämpfung.

Und nicht zuletzt: Ich könnte aus dem Stehgreif einige fitte Frauen nennen, die sich kompetent zu dem Thema äußern können.

Du hast am 16. September mit einem offenen LeserInnen-Brief gegen dieses Diskussionszusammensetzung protestiert. Was ist darauf hin passiert?

Es war wirklich ein tolles Ergebnis, dass sich innerhalb von gut eineinhalb Tagen über 90 Menschen gefunden haben, die den Leser_innenbrief unterzeichnet haben. Ich habe viel Feedback bekommen, das mir gezeigt hat, dass es einfach alle nervt, und zwar alle Geschlechter, wenn Panels so eindimensional besetzt werden.

Den Brief habe ich an die Leserinnenbriefredaktion sowie die Veranstalterinnen geschickt. Leider wurde der Brief nicht abgedruckt, weder in der gedruckten Ausgabe noch online. Auch die Veranstal-ter_innen haben sich nicht gemeldet. Ich habe lediglich von der Leiterin Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen der ZEIT eine Antwort erhalten, die zusammengefasst sagt, man habe keine Rednerinnen gefunden, bei anderen Konferenzen wäre die Verteilung besser und die ZEIT setze sich an anderer Stelle vielfach für Geschlechtergerechtigkeit ein. Ich finde diese Antwort extrem unbefriedigend, da sie mal wieder die Ausrede vorschiebt, es gäbe keine Frauen, die sprechen könnten oder wollten. Und sie auch sonst nicht richtig ist, bei ZEIT-Konferenzen herrscht, wie ich nun nachgeschaut habe, fast immer eine extrem eindimensionale Panelbesetzung.

Das alles hat mich dann dazu ermutigt, eine Online-Petition zu starten, die Die ZEIT dazu auffordert, sich öffentlich dafür einsetzen, dass auf ihren Konferenzen ein ausgeglichenes Geschlechterproporz herrscht. Und dass sie eine entsprechende Geschlechterrepräsentanz auf den Podiumsdiskussionen umsetzt. Keine Ausreden mehr für Panels ohne Frauen!

Ich hoffe, damit kann noch mehr Aufmerksamkeit für die Panelbesetzung der ZEIT-Konferenzen geleitet werden und auch in anderen Institutionen eine entsprechende Debatte losgetreten werden. Die Konferenz am 29. September hat übrigens den Hashtag #zkek.

Glaubst Du, es gibt noch eine Chance, die Zusammensetzung des Podiums zu ändern?

Ich hoffe und fordere, dass die ZEIT ein Einsehen hat und das Podium noch ändert. Viel erwarte ich aber nicht, denn eine solche Besetzung hat bei diesen Konferenzen System. Denn schaut man mal genau hin, sind eben fast alle zukünftig geplanten Veranstaltungen überwiegend oder ausschließlich mit Männern auf dem Podium besetzt. So zum Beispiel auch die Konferenz zu Logistik und Mobilität am 2. November. Da spricht gar keine Frau. Vom Redner bis Moderator – alles Männer.

Und was erwartest Du von ZEIT und Co. in der Zukunft?

Geschlechtergerechtigkeit ist kein Wunschkonzert, das man umsetzen kann, wenn es einem passt, das aber in relevanten gesellschaftspolitischen Debatten keine Rolle spielt. Sondern es muss eine der zentralen Grundlagen unseres Miteinanders als Menschen sein. Ich erwarte von der ZEIT, dass sie nicht nur ab und zu mal einen Gender-Artikel bringt, sondern sich aktiv dafür einsetzt. Das muss in-nerhalb des Verlags ebenso wie auf solchen Konferenzen geschehen. Außerdem fände ich es angebracht, dass sich die ZEIT öffentlich zu diesen Panel-Besetzungen ihrer Konferenzen äußert.

Ich hoffe außerdem, dass wir mit unserem Protest zeigen, dass es ganz einfach ein Skandal ist, Frauen keinen Platz in Debatten zu geben. Und dass Geschlechtergerechtigkeit - genauso wie die Überwindung vieler anderer Ungerechtigkeiten wie Rassismus, Nationalismus, Diskriminierung von Menschen mit Behinderung oder von LGBTIQ, nicht einfach passiert, weil man ja alle irgendwie dagegen sind. Sondern dass man aktiv etwas dagegen tun und einfach auch mal den Mund aufmachen muss.

Hier könnt Ihr die Petition von Marie-Luise Abshagen „Schluss mit Männer-Panels!“ auf Change.org jetzt noch unterzeichnen!


Marie-Luise Abshagen ist Referentin für nachhaltige Entwicklung beim Forum Umwelt und Entwicklung. Ihr Profil auf Profil auf Speakerinnen.org. Das Gespräch führte Mandy Schoßig.


  18.02.2016 - 10:09     Aktionen

Happy Birthday Speakerinnen!

Am 8. März 2016 – dem internationalen Frauentag – wird Speakerinnen.org zwei Jahre alt. Wir feiern unseren Geburtstag in Kooperation mit der taz und mit Unterstützung von newthinking. Vor zwei Jahren ging die Plattform, auf der sich Frauen* mit ihren Themen und Referenzen selbst eintragen können, an den Start. Im Februar 2016 sind bereits mehr als 1.070 Expertinnen* aus allen Fachrichtungen auf der Speakerinnen-Liste registriert und können so von Event-Organisatorinnen und -Organisatoren noch besser gefunden werden. Die Ausrede „Wir haben keine Frau für Thema XY gefunden…“ ist damit nicht länger gültig.

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(Veranstaltungsbild Speakerinnen-Geburtstag)

Unseren Geburtstag feiern wir am liebsten mit Euch!

Unseren Geburtstag feiern wir im taz Café. Der Abend beginnt um 19.00 Uhr mit einer kurzen Einführung durch zwei der Gründerinnen von Speakerinnen.org: Maren Heltsche und Anne Roth. Im Anschluss berichten zwei erfolgreiche Speakerinnen – Zoë Beck und Milena Glimbovski – in kurzen Blitzlichtern von ihren Erfahrungen als Sprecherinnen und erzählen, warum sie das Projekt Speakerinnen.org unterstützen. Im Anschluss gibt es Zeit und Raum für den offenen Austausch.

Maren Heltsche Anne Roth Milena Glimbovski Zoë Beck


Wir freuen uns auf Euer Kommen!


Mehr Frauen* auf die Bühne! 2. Geburtstag von Speakerinnen.org
8. März 2016, 19 Uhr, taz-Café, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin, Eintritt frei
Event bei facebook


  12.10.2013 - 22:00     Aktionen

“La Barbe” protestiert gegen das Fehlen von Frauen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien

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Die Aktionsgruppe La Barbe protestiert seit März 2008 in Frankreich gegen die Abwesenheit oder Unterrepräsentanz von Frauen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien. Bei ihren Aktionen tragen sie Bärte und stellen sich schweigend mit Transparenten vor oder hinter die Männer in Gremien oder Veranstaltungen. Dabei werden Flyer verteilt, in denen sie die Männer dazu beglückwünschen, erfolgreich Frauen aus ihren Reihen herausgehalten zu haben. Wo es möglich ist, gibt es eine kurze Ansprache. Falls hier und da eine Frau geschafft hat, sich in die Runde einzuschleichen, wird das kritisch angemerkt.

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  26.04.2013 - 22:00     Aktionen

Männer, die nicht mehr mitmachen

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[Update]

Konferenzen, Panels, Events, die nur oder fast nur mit Männern besetzt sind, leben davon, dass es Männer gibt, die mitmachen.

Klar ist es nicht einfach, eine Anfrage abzulehnen, bei einer attraktiven Konferenz auf dem Podium zu sitzen. Aus der Rolle des gefragten Experten in die des Nörglers zu wechseln, der schon wieder damit, dem total unsexy Gender-Thema, ankommt, noch weniger. Ob die mich dann nächstes Jahr überhaupt noch anfragen?

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